Ist Reinkarnation biblisch?

 

In der Bibel wird die Reinkarnation nicht direkt erwähnt. Jesus spricht mit Nikodemus aber darüber, als er ihm erklärt, dass ein Mensch wiedergeboren sein muss, um in das Reich Gottes zu kommen (Joh. 3,3), und umschreibt es mit folgenden Worten: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist" (Joh. 3,5-6)

Bei der Frage der Prister und Leviten, ob Johannes der Täufer, ein Prophet, Elias oder gar der Messias sei, antwortet Johannes der Täufer jeweils veneinend. Doch Jesus sagt in Matthäus 11,10-14 über Johannes den Täufer folgendes aus: "Dieser ist es, von dem geschrieben steht: "Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird." Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er. (...) Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elia, der kommen soll. Wer Ohren hat, der höre!"

Jesus bestätigt mit dieser Aussage, dass im Körper von Johannes der Täufer der Geist des Propheten Elias reinkarniert war.

Dass das Konzept der Reinkarnation im jüdischen Glauben integriert war, beweist auch der Umstand, dass die Leviten und Pharisäer Johannes den Täufer direkt fragen, ob er Elia sei (Joh. 1,19-23). Johannes verneint diese Frage, aber antwortet sinngemäss wie Jesus: »Ich bin, wie der Prophet Jesaja gesagt hat, "eine Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!" (Jesaja, 40,3) Auch der letzte Prophet im Alten Testament kündet an, dass bevor der Herr auf die Erde kommt, immer zuvor Elias als sein Vorbote erscheint, um dem Herrn den Weg zu ebnen: "Siehe, ich sende den Propheten Elia, bevor der Tag des Herrn kommt, der grosse und furchbare." (Maleachi 3,23)

 

Stellen aus dem Dritten Testament:

"(...) Die Reinkarnation des Geistes ist eine der grossen Wahrheiten, welche die Menschheit kennen und glauben soll. (...) Es ist nötig, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die "Auferstehung des Fleisches" sich nur auf die Reinkarnation des Geistes beziehen kann, da dieser das Wesentliche und der Grund für das Leben ist - das, was in Wahrheit ewig ist.

Zu welchem Zweck sollten die toten Körper wiederafuerstehen, da sie doch nur die vergänglichen Gewänder des Geistes waren? Das Fleisch sinkt in die Erde und vermisscht sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt sich und ersteht unablässig von neuem zum Leben, während der Gesit sich weiter aufwärtsentwickelt, weiterhin der Vollkomenheit entgegengeht. Wenn er zur Erde zurückkerhrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seinen neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit dem Geist. Doch das Materielle ist nicht von unvergänglicher Beschaffenheit, das Geistige hingegen wohl, daher sage Ich euch noch einmal, dass es euer Gesit ist, den ich suche, den Ich lehre und den Ich bi mir haben will." (U. 151,56.58)